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Serienmix am Freitag Abend

Thank God it’s Friday! Und gottseidank hat eben dieser jene auch die Serien erschaffen, die ich im Moment wieder für mich entdeckt habe. Es kommt mir da zusätzlich entgegen, dass mein Mann meist Freitag abend auf Achse ist und ich den Fernseher für mich habe.

Lange Zeit habe ich lieber Filme geguckt, aber zur Zeit bin ich mal wieder total seriensüchtig. Heute gab es eine Folge von „Raising Hope“, zwei Folgen „Der Tatortreiniger“ und (bis jetzt) zwei Folgen von „Desperate Housewives“. Von letzteren war ich im Fernsehen von der ersten Staffel begeistert, konnte aber zur zweiten keinen Zugang mehr finden. Und jetzt versuche ich es nochmal von Anfang an, mal gucken, ob die verzweifelten Hausfrauen mich dieses Mal länger fesseln können.

„Raising Hope“ habe ich begonnen, weil es vom selben Team wie „My Name is Earl“ stammt, bis jetzt kann mich die Geschichte um einen jungen Kerl, der unerwartet Vater wird und sich auch noch alleine um die Kleine kümmern muss, noch nicht überzeugen.

„Der Tatortreiniger“ indes, nun, das ist Proll-Kult auf höchstem Niveau. Wie dieser doch etwas einfacher gestrickte Mensch sich an den zu reinigenden Tatorten mit diversen anderen Personen unterhält (pro Folge ein Gesprächspartner, also sehr dialoglastig), ist zu komisch! Vor allem, als er mit dem Geist des toten Psychiaters redet und dann ganz unerwartet eine Patientin dazukommt. Einfach nur klasse!

Ja, so liebe ich meine Freitag Abende! Diese Tradition wird ab sofort etabliert – dem Serienmix à la Queenie gehört die Zukunft! 🙂

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Buch oder Brot?

Freitags kann ich recht früh, genauer gesagt bereits um die Mittagszeit Feierabend machen, so auch letzten Freitag. Das Wetter war schön und ich wollte nicht direkt zum Bahnhof gehen, also noch durch die Stadt bummeln.

Da ich mich ja momentan in meinem Praxissemester befinde, also ein sehr geringes Gehalt bekomme, teile ich mir mein Geld gut ein, hebe Anfang der Woche einen kleinen Betrag ab, und der muss dann halt reichen für die Woche. Am letzten Freitag hatte ich noch 3 Euro im Geldbeutel. Und dann kam mir die Idee, ich könnte ja beim Antiquariat um die Ecke vorbeischauen und mir für 2 Euro ein Buch gönnen. Ganz kurz blitzte auch der Gedanke an einen kleinen Mittagsimbiss auf, aber nein, der Buchhunger war größer. Entweder Buch oder Brot – und ich habe mich für ein Buch entschieden. Verrückt, oder? 🙂

Als ich dann aber um die Ecke bog, hatte das Antiquariat bereits für die Mittagspause geschlossen. Dann, aber erst dann, habe ich mich für etwas zu essen entschieden. Ich brauchte das Geld ja nun nicht mehr für ein Buch…

Wenn ich das meinem Mann erzählt hätte, der hätte sich wohl an die Stirn getippt, meine Bücherleidenschaft kann er so gar nicht nachvollziehen, besonders nicht, wenn es dafür dann heißt, hungrig zu bleiben.

Nun wüsste ich gerne von Euch, wofür ihr Eure letzten Euros ausgeben würdet. Vor die Wahl gestellt, ob Buch oder Wurstsemmel, was würdet ihr wählen? Oder lieber 2 Kugeln Eis? Wofür schlägt Euer Herz – und wofür verzichtet ihr gerne auf was augenscheinlich Sinnvolleres? Ich bin sehr gespannt, was ihr zu berichten habt!

Weitere Neuzugänge

Bücher, Bücher, Bücher – und kein Ende. Auch letzte Woche kamen wieder heißbegehrte Objekte an, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Was habe ich eigentlich vor lovelybooks gemacht? 🙂

Lesen kann ich jetzt auch wieder, denn der Unistress ist erst mal vorbei. Wie schön!

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Kino mit Dörte

Diese Rubrik hat schon eine ganze Weile nicht mehr stattgefunden, was schlicht und einfach daran lag, dass ich nichts zu berichten hatte. War doch meine liebe Freundin Dörte in den letzten Monaten des Jahres 2012 beruflich stark eingespannt und hatte auch einige etwas längere Urlaube geplant. Also musste ich kinotechnisch ein wenig darben – doch gestern waren wir endlich wieder in unserem heißgeliebten Kommunalen Kino. Den Film mag ich Euch hier kurz vorstellen, da er, wie ich finde, wunderschön war!

„Quartett“ (2012)
Der Film Quartett basiert auf einem Theaterstück von Ronald Harwood und ist die erste Regiearbeit von Dustin Hoffman, der im Film NICHT mitspielt! Es geht um ein ungewöhnliches Seniorenheim, nämlich eines für klassische Musiker, die nun zusammengewürfelt in einem zugegebenermaßen wunderschönen Herrenhaus ihren Lebensabend bestreiten. Und wenn alte Menschen generell sehr wunderlich sein können, sind es diese ehemaligen Stars und Diven noch viel mehr. Und noch mehr Unruhe gibt es, als eine neue „Patientin“ einzieht, über die sich nicht alle Bewohner wirklich freuen können. Und dann steht auch noch die alljährliche Gala an, auf deren Geld die Bewohner dringend angewiesen sind, damit das Heim nicht geschlossen wird…

Dieser Film ist wahrlich ein Wohlfühlfilm. Die älteren Menschen werden mit all ihren Eigenheiten, aber sehr liebenswert und authentisch gezeigt – allen voran Cissy, die zuerst ein wenig überzeichnet dann doch einer der tragenden Charaktere des Filmes wurde. Es gab viel zu lachen, aber auch die obligatorischen Taschentuchmomente, die allerdings nie wirklich ausgekostet wurden, sondern durch Wegblenden, Kamera- oder Szenenwechsel für sich standen und dem Zuschauer Zeit ließen, sie zu genießen.

Wunderschön war auch der Zickenkrieg zwischen den einzelnen Diven, der mitunter auch auf die Männer übersprang, vor allem, wenn es um Aprikosenmarmelade ging. Wir haben den Film im Original mit Untertiteln gesehen, das Englisch war leicht zu verstehen, und der eine oder andere Gag kam so natürlich viel besser rüber.

Wer gerne Filme wie „Best Exotic Marigold Hotel“ anschaut und auch die eine oder andere Opernmelodie abkann, der sollte mal nach diesem Film schauen, er lohnt sich wirklich! Vor allem, wenn es draußen gar ungemütlich ist, dann macht der Film gleich doppelt so viel Spaß, denn er wärmt von innen!

„Aussicht auf Sternschnuppen“ – Katrin Koppold

Cover Sternschnuppen

Bei Helga tickt so langsam die Uhr, die biologische – wie gerne würde sie eine Familie gründen, aber Giuseppe, ihr Lebenspartner, macht noch nicht einmal Anstalten, ihr einen Antrag zu machen! Dabei ist er der Traummann schlechthin – oder doch nicht? Plötzlich ist sich Helga nämlich gar nicht so sicher, als sie auf seinem Handy eine vermeintlich romantische SMS einer anderen Frau liest. Was bitte ist denn da los?

Als Giuseppe eine Geschäftsreise ankündigt, fährt Helga, ohne großartig nachzudenken, hinterher. Aber oh je, was muss sie sehen? Er steigt dort mit einer sehr attraktiven jungen Dame und einer älteren Frau in einen Wagen. Bei Helga brennen alle Sicherungen durch, sie will nur noch hinterher. Dumm nur, dass es am Flughafen ziemlich schwierig ist, einen Wagen zu ergattern. Als sie endlich Licht am Ende des Tunnels sieht oder besser gesagt, ein verfügbares Auto aufgetan hat, muss sie sich das auch noch mit Nils teilen, einem relativ bekannten Schauspieler, der zufällig in die gleiche Richtung muss. Nils ist unverschämt, ziemlich von sich überzeugt – eine turbulente Fahrt beginnt.

Liebesgeschichten sind immer ein wenig vorhersehbar, die Strickmuster sind sich oft ähnlich. Das ist auch bei „Aussicht auf Sternschnuppen“ nicht anders. Die Autorin schafft es allerdings, die Story mit sehr liebevoll ausgearbeiteten Charakteren und Situationen zu schmücken, die es nie langweilig werden lassen. Es sind viele lustige und kuriose Szenen enthalten, die mich schmunzeln ließen, gerade der Humor war absolut glaubwürdig und passend und nicht slapstickmäßig überzogen. Und als es dann doch mal zu einer körperlichen Szene kommt, zieht sich die Autorin wohltuend zurück und überlässt es der Leserin, ihr Kopfkino anzuschalten. Diese fast schon altmodisch anmutende Liebesszene hat mir besonders gefallen, in einer Zeit, in der man fast schon auf jeder Plakatwand über nackte Haut im Übermaß stolpert…zwischen welchen Personen diese Szene aber nun stattfindet, das müsst ihr schon selber nachlesen!

Und nicht nur die Hauptfiguren sind liebevoll dargestellt, auch die Randfiguren sind keine bloßen Statisten. Vor allem Helgas Schwestern machen den Roman noch um einiges turbulenter und farbiger und verlagern den Schauplatz der Geschichte einige Mal auf eine andere Bühne. Auch das empfand ich als sehr gelungen. Schreit geradezu nach Fortsetzungen, auch wenn ich eigentlich kein Fan von endlosen Reihen bin. Aber solange die Charaktere sich weiter entwickeln, warum nicht?

Ein wunderbares Buch besonders für kalte Tage, aber auch am Strand bestimmt gut zum Entspannen geeignet! Ich denke mal, von der Autorin werden wir noch einiges hören oder besser gesagt lesen – und ich freue mich schon sehr auf weitere Abenteuer und bin gerne wieder mit von der Partie!

Leseprojekt 2013

Im Jahr 2013 mache ich bei einer SUB-Abbaugruppe mit, die endlich mal die Ladenhüter im Regal entstauben und so neue Schätze finden will. Vorgabe ist, 2013 10 Bücher aus dem Uralt-SUB zu lesen, und da kann ich natürlich auch nicht nein sagen. Erstaunlich, ich kaufe so gut wie keine Bücher und kriege auch keine geschenkt, aber irgendwie finden die Dinger immer zu mir…

Da ich noch so viel im Regal stehen habe, habe ich mir gedacht, ich wähle 12 Bücher aus für diese Challenge, ein Buch pro Monat ist ja bei der Menge, die ich lese, kein Thema. Gibts halt mal ein Büchereibuch weniger pro Monat, da war ich in der letzten Zeit eh sehr brav und habe (fast) nur Sachen für die Uni mitgenommen.

Die zwölf Bücher, die ich gerne in diesem Jahr abarbeiten möchte, sind die folgenden:

Rotten Little Animals – Kevin Shamel
Die Umarmung des Todes – Natsuo Kirino
Bordeaux – Paul Torday
In der Stille des Winters – Lisa Appignanesi
Sehr erfreut, meine Bekanntschaft zu machen – Steve Martin
Bye Bye Blondie – Virginie Despentes
Die Romanleserin – Pearl Abraham
Das Buch der Namen – Gregory & Tintori
In einem andern Land – Ernest Hemingway
Der gute Dieb – Matthew Dicks
Winterschwestern – Amanda Eyre Ward
Blauer Schmetterling – Denise Deegan

Eines davon habe ich im Januar schon begonnen, welches das ist, verrate ich aber erst, wenn ich es zu Ende gelesen habe. Bis jetzt gefällt es mir aber sehr, sehr gut!

Und welche Lesevorsätze für das Jahr 2013 habt ihr? Oder ganz andere? Teilt sie mir mit, je mehr Leute davon wissen, desto eher zieht man so etwas durch, finde ich!

Neuzugänge

Auch in der letzten Woche ist einiges an Lektüre hier angekommen. Post und Hermes funktionieren dieses Jahr relativ reibungslos, wie ich finde, aber vielleicht ist das auch mein subjektives Empfinden, da viele über extrem lange Laufzeiten klagen.

Dieses Mal im Paket: ein Liebesroman im Eigenverlag, ein Buch, das mich vom Cover her sehr an den Hobbit erinnert – und eine Fantasy-Anthologie mit Rezepten!

Vielleicht sollte ich meine Weihnachtsferien verlängern, damit ich alle Bücher lesen kann!

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