Archiv | Februar 2017

I did it! Meine Bilanz der Yoga-Challenge

Hurra, meine Lieben – ich habe es tatsächlich geschafft, die 30 Days Yoga Challenge durchzuziehen. Und zwar in 28 Tagen…zwei jeweils sehr kurze Einheiten bzw. Warm Ups habe ich mit anderen kombiniert und so etwas verkürzen können. Samstag war der letzte Tag der Challenge, Tag 30, an denen es nur noch ein Lob meines virtuellen Trainers gab, und ich war stolz wie Bolle, auch wenn ich noch weit entfernt von Haltungen wie Kopfstand und Krähe bin…

Ich kann mich weiter drehen, habe besser geschlafen und insgesamt wesentlich gesünder gelebt. Und ich habe es geschafft, jeden Tag zwanzig Minuten Yoga (oder auch mal mehr) in den Tag zu integrieren. Sogar ohne dass ich morgens ran musste! Egal, wann ich abends nach Hause gekommen bin: nach einem kurzen Mailcheck und einer Tasse Tee ging es auf die Matte. Und so habe ich jetzt selbst sozusagen verifiziert, was ich eh schon immer zu anderen sage: zwanzig Minuten Zeit für die Fitness am Tag – die hat jeder!

Auch einen oft befürchteten „Einbruch“ gab es bei mir in Woche 3 – da gab es ziemlich viel unerwarteten Stress. Das Yogatraining war davon nicht betroffen, aber es gab unter der Woche dann doch auch mal etwas mehr Alkohol bzw. auch wieder etwas ungesünderes Essen. Am nächsten Tag fühlte ich mich dann mies, und es kam kurz der Impuls auf: naj, jetzt kannste es ja gleich komplett bleiben lassen. Aber nein! Scheitern kann man schon mal, wichtig ist, dass man dann wieder einsteigt und weitermacht, ohne sich selbst zu bestrafen. Alles nur menschlich…

Wie es mir sonst noch geht? Ich bin nicht mehr müde und nicht mehr so schlapp wie vor der Challenge. Lust auf Kaffee ist komplett weg, die kommt nur noch in ganz stressigen Momenten. Ich stand schon mehrfach im Supermarkt vor dem Chipsregal und wollte mir eine Belohung mitnehmen. Aber ich kann es nicht! Jedesmal, wenn ich nach einer Packung greifen will, merke ich, wie eklig ich die Dinger eigentlich finde. Und dann greife ich doch eher zu Nüssen oder mal ein paar salzigen Crackern (und ja, ich weiß, dass die nicht gesünder sind als die Chips!).

Ich habe mehr Energie und bin doch gleichzeitig viel entspannter. Und ich habe gesehen, dass wirklich ein Leben ohne Brot möglich ist. Das war bislang mein größtes Problem, nicht zu viel Brot zu essen. Es geht halt schnell, wenn man es eilig hat, aber ich habe gemerkt, dass mir zu viel davon nicht gut tut. Eine Brezel gibt es schon noch ab und zu, aber eben nicht mehr als Hauptmahlzeit.Und dann geht das auch.Es gibt weniger Fleisch und Wurst, viel Selbstgemachtes – mal sehen, wie das Ganze wird, wenn wirklich wieder sehr stressige Zeiten kommen. Aber jetzt genieße ich erst mal dieses wunderbare fitte Gefühl – der Frühling kann jetzt wirklich kommen!

Was Du isst…

Wenn ich intensiv Yoga mache und mich aus diesem Grund auch mehr mit meinem Körper und Geist auseinandersetze, suche ich automatisch auch in anderen Bereichen nach Dingen, die mir gut tun. Dazu gehört natürlich auch das Essen, das viel zu oft nebenbei, hektisch und ungesund stattfindet. Passt auf diese Weise natürlich weniger zu einem bewussten Umgang mit mir selbst, rutscht aber in der Alltagshektik wie gesagt oft weg. Ach was, vorbereiten. Und dann steht man doch wieder in der Mensa in der Schlange, obwohl man sich davor schon über die horrenden Preise ärgert und bereits weiß, dass man den Einsatz von Convenienceprodukten büßen muss.

Mit meiner bewussten Entscheidung für die Yoga Challenge fiel auch der Startschuss für gesundes oder sagen wir besser bewusstes Essen. Bewusst in dem Sinn, dass ich möglichst selber mache, was auf den Tisch kommt. Und da muss ich sagen, dass ich ziemlich stolz auf mich bin, denn das hat die letzten zwei Wochen problemlos geklappt. Ich nehme mir morgens die Zeit, einen Frühstücksbrei zuzubereiten oder ein Joghurt mit Obst und Nüssen zu versehen und schnippele oder rühre auch noch einen Salat für mittags. Natürlich ist es suboptimal, bei diesen Temperaturen mittags auch etwas Kaltes zu essen, aber ich gucke, dass es dann eben abends noch was Warmes gibt. Ich habe Kaki, Banane, Grapefruit und Mango im Haus, dazu Chiasamen, Leinsamen, Buchweizen, Mandeln und die verschiedensten Trockenfrüchte. Die Frühstücksvielfalt ist also schon mal prima.

Mittags gibt es meist einen Salat, je nach Kühlschrankfüllung nur aus Gemüse oder auch mal mit Ei oder Mozzarella. Aber auch mal mit Huhn oder Thunfisch, aber auch schon mal ein Stück Flammkuchen, von dem das Rezept locker immer die doppelte Portion, also ein ganzes Backblech hergibt. Letzte Woche in der griechischen Version mit Oliven, Schafskäse und Frühlingszwiebeln. Lecker!

Auch eigene Brötchen aus Hefeteig habe ich gebacken und eine Hälfte davon hat mir dann eingefroren auch noch für das nächste Wochenende gereicht. Darauf ist es dann auch mal ein wenig unvernünftiger mit einer schönen Salami oder Leberwurst. Aber wenigstens ohne Butter… 🙂

Dabei verzichte ich bis auf das Brot oder die ab und zu doch zusätzlich geholte Brezel eigentlich fast komplett auf Kohlehydrate, nicht zwangsweise, sondern weil mein Körper mir schon sagt, was er möchte. Und Kohlehydrate sind es meistens dann eben doch nicht. Geht auch gut ohne bei mir.

Alkohol ist auch gestrichen momentan, habe auch wenig Verlangen. Und falls doch der Jieper kommt – irgendwie bin ich dann doch am Freitag abend auf ein Glas Wein konditioniert – ist er nach der Yogapraxis eigentlich auch wieder weg. Bis jetzt gab es nur am Samstag mal etwas Alkoholisches, und dann auch nur eine Kleinigkeit.

Das macht wirklich Spaß, bewusster mit sich umzugehen. Und es spart auch noch Geld, denn ich brauche zwar etwas mehr Kohle für den Wocheneinkauf,  aber ich gebe in der Mensa nur noch selten etwas aus. Und unsere Mensa ist wirklich teuer! Und wenn selbstgebackene Brötchen zwei Wochenenden reichen, dann muss ich das Geld auch nicht dem Bäcker in den Rachen werfen. Nach meinen Brötchen, bei denen ich weiß, was drin ist, tut mir danach trotz Weizenmehl auch nicht der Magen weh.

Doch, ich würde es wirklich gerne so beibehalten, denn es tut mir gut. Bis zum Ende der Yogachallenge auf alle Fälle – und danach kann ich ja gleich nahtlos die Fastenzeit zur gesunden Zeit ernennen. Könnte klappen… 🙂

Ein Tag ohne Yoga…

…den gibt es bei mir momentan nicht. Immer noch folge ich brav meiner Yoga-Challenge! Eigentlich wollte ich auch wieder etwas häufiger bloggen, aber nun ja – die Zeit, die ich dafür bräuchte, bekommt halt jetzt die Yogapraxis. Wie man es macht, ist es nix! 🙂

Für alle diejenigen, die sich fragen, wer eigentlich dieser Tim ist, dem ich meinen letzten Blogeintrag gewidmet habe: nein, das ist nicht mein neuer Freund. Mein tägliches Rendezvous habe ich mit dem für mich besten Yogalehrer der Welt, Tim Senesi. Ihr findet ihn unter http://www.yogawithtim.com, schaut doch mal rein. Was ich an ihm so toll finde?

Ich mache schon sehr lange Yoga, habe aber manche Posen und Haltungen tatsächlich erst durch seine klaren, einfachen und sehr praktisch orientierten Erläuterungen wirklich kapiert. Ich denke mir, dass er gerade für Anfänger ein wunderbarer Lehrer ist, denn er stellt wirklich immer genau das heraus, was wirklich wichtig ist. Daneben kommt er einfach sympathisch und authentisch rüber, und hingucken kann man ehrlich gesagt auch. 🙂 Ich finde es immer nett, wenn ihm auch mal das Shirt rutscht oder die Hose klemmt und das Ganze nicht superperfekt und durchgestylt rüberkommt.

Dann mag ich seine etwas anderen Ansätze, da er nicht bei jedem Kurs dieser Challenge den klassischen Ansatz verfolgt. Vor kurzem gab es ein wenig traditionelles Warmup, das fast schon an klassische Gymnastik erinnerte. Fand ich gut, denn nichts finde ich schlimmer – ich habe es wohl schon erwähnt – als zehn langweilige Sonnengrüße ohne Variation durchturnen zu müssen. Leider musste ich genau das gestern an Tag 15 der Challenge zum ersten Mal und war deshalb nicht ganz so begeistert von der Einheit. Aber es wird sicher wieder besser.

Immer mal wieder gibt es auch schon Vorbereitungen in Richtung Kopf- und Handstand, finde ich für Anfänger zwar heftig, aber Tim sagt dann schon immer genau dazu, dass die Übungen eigentlich dafür da sind, um zu erkennen, wie viel Kraft man denn schon hat. Denn diese Übungen benötigen natürlich gewisse Voraussetzungen – ich sag nur „Chaturanga“. Ächz…

Abgenommen habe ich bis jetzt nichts, eine halbe Stunde Yoga verbraucht natürlich auch nicht die Menge an Kalorien. Aber ich fühle mich beweglicher, empfinde meine Taille als definierter und merke nicht zuletzt während der Übungen, dass ich immer weiter in manche Positionen reinkomme. Das ist schon toll und motivierend, doch. Also ich muss sagen, ich bringe die Zeit meist gut unter in meinem Tagesablauf, und ich freue mich auf die zweite Hälfte meines Experiments!