Song des Tages

Irgendwie mag ich es kaum glauben, dass die letzte Prüfungszeit meines Lebens – lassen wir mal die Masterarbeit außer acht – allmählich vorbei ist. So schwierig diese Zeit ist mit ihrem Anspruch, so sehr liebe ich sie mittlerweile. Die durchwachten Nächte mit den besten Ideen um drei Uhr morgens, von denen man dann am nächsten Tag nur noch Bruchstücke weiß, die Verzweiflung, weil die einzelnen Elemente der Hausarbeit sich so gar nicht zusammenfügen wollen. Die Einsamkeit, da soziale Kontakte in dieser Zeit auf ein Minimum reduziert sind, die Freudentänze, wenn man mal wieder eine brauchbare Quelle entdeckt hat, der Moment, an dem das fertige Produkt endlich in den Tresor plumpst – diese Zeit ist stets Himmel und Hölle zugleich. Am Ende habe ich immer das Gefühl, nur noch aus rohem Fleisch zu bestehen, als ob ich eine (geistige) Schwangerschaft inklusive Geburt hinter mir hätte. Meine Gehirnwindungen mussten jedenfalls jede Menge Ideen herauspressen! Wieder einmal überlebt. Gut, dass es Musik gibt, die heilende Kräfte hat. Sonst würd ich schon längst Amok laufen.

Für mich und für die Menschen, die an mich glauben, hier ein magisches Stück Musik:

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