Archiv | Januar 2016

Song des Tages

Perfect Evening! Nach tagelanger Klausur zuhause während der Prüfungszeit meines Studiums war ich heute endlich mal wieder unter Leuten. Beim Theatersport, um genau zu sein. Herrlich, wie immer. Obwohl ich feststellen musste, dass nach tagelangem Schweigen meine Stimme fast gar nicht mehr vorhanden war. Ich bin das gar nicht gewohnt, dass meine Stimme so kratzig klingt…

Wieder zuhause, bin ich voll in die Retrofalle gelaufen. Wo sind meine Wurzeln? Ganz klar, das hat mit der Musik der achtziger Jahre zu tun. Mir ist spontan ein Song eingefallen, den ich geliebt habe, dann ein zweiter, und der dritte war dann nicht weit. Ja, ich weiß, das ist kein Song aus den Achtzigern, aber nichtsdestotrotz megacool. Er erinnert mich an einen wunderbaren Mann, eine stürmische Afffäre und eine supergeile Zeit in meinem Leben. Eine Zeit, wie ich sie jetzt auch wieder habe. Spontan, wild und frei…

Meine Top 5 2015: Naturals

Was ich mit Naturals meine? Ganz einfach, mein Bad wird mehr und mehr chemiefrei, natürliche Stoffe sind angesagt und tun Haus und Umwelt gut. Meine Lieblinge 2015:

1) Kokosöl. Nicht nur in der Küche super und eines der gesündesten Öle. Nein, es darf bei mir auch in die Haare und auf die Kopfhaut, die Haare werden schön glänzend und weich, und die von der Heizungsluft irritierte Kopfhaut beruhigt sich schnell. Auf Haut und Lippen beseitigt es trockene Stellen, und es geht sogar als Mundspülung. Und es ist Bestandteil meines Deos. Wahnsinn, das Zeugs geht echt für alles!

2) Honig. Pur für die Lippen oder morgens zum Gesichtsreinigen, aber auch super in Masken, mit Quark oder Zitrone, oder als Peeling mit Kaffee oder Zucker.

3) Zitrone. Oder besser gesagt, Zitronensaft. Hellt die Fingernägel auf und macht sie widerstandsfähiger. Gemischt mit Honig oder Ingwer ein tolles, fitmachendes Morgengetränk, und das Beste? Es putzt sowohl Kalk als auch Fett und sonstigen Schmutz weg – ganz besonders in der Kombination mit Soda! Und sie riecht frisch und lecker und macht supergute Laune.

4) Olivenöl. Wenn die Haare ganz doll trocken sind, ist eine Packung mit Olibenöl das Allerbeste. Gemischt mit Kaffee ist auch dieses Öl ein perfektes Körperpeeling, ich stelle damit meine eigene Lippenpflege her, und gemischt mit Rizinusöl ist es perfekt für das sogenannte Oil Cleansing, eine Art der Gesichtsreinigung, die gerade für trockene Haut super geeignet ist. Ich muss echt immer überlegen, ob das Öl gerade in der Küche (lecker auf geröstetem Baguette) oder im Badezimmer steht…

5) Heilerde. Auch so ein Universalmittel für „innen“ und „außen“. Sie hilft bei Magenproblemen, vor allem Übersäuerung, ist gut für die Haut und kann auch bei Schmerzen und Entzündungen von außen als Packung helfen. Muss immer im Haus sein, für alle Fälle!

Und, seid ihr auch „Natural Beauties“ oder dürfen es bei Euch doch eher andere Inhaltstoffe sein?

Meine Top 5 2015: Nagellacke

Ihr Lieben, ich muss mich entschuldigen, Bologna hat mich in doppelter Hinsicht ein wenig außer Gefecht gesetzt. Sowohl der Song als auch die gleichnamige Reform, befinde ich mich doch mitten in der Prüfungszeit des 2. Semesters. Macht sich gut, wenn man gleichzeitig mit einer schlimmen Erkältung kämpft. Aber ich bin zuversichtlich…

Heute mag ich Euch meine Lieblingsnagellacke des Jahres 2015 vorstellen.

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Scheint eine sehr dunkle und gedeckte Auswahl zu sein, aber das war mir schon immer lieber als Pink, Magenta und Konsorten. Ich mags halt ungewöhnlich.

Von links nach rechts:

essence o’zapft is „Holz oder Michel“ – ein schnörkelloses Olivgrün, passt zu allem, geht immer.

benecos „sweet nougat“ – Lack in Bioqualität, der erstaunlicherweise genau so lange hält wie „normaler“ Lack. Nougatbraun und perfekt besonders im Herbst.

Catrice „First Class Up Grape“ – den habe ich aus einem Wichtelpaket gezogen und mich sehr gefreut. Er sieht auf den Nägel aus wie Auberginenhaut. Eine traumhafte Farbe!

Manhattan Bloggers Choice „Green and Bronx“ – ein glänzendes Olivgrün mit Glitzerpartikeln. Wenn es mal ein klein wenig auffälliger sein darf.

essence I love trends „red I am“ (unten) – Blutrot und dunkel. Passend für eine Vampirlady wie mich. Auf diesen Lack reagiert echt jeder, ich liebe ihn.

Und next time? Ich glaube, da geht es um „Naturals“. Was das ist? Lasst Euch überraschen!

Song des Tages

Aus gegebenem Anlass muss ich meine Jahresrückblick mal kurz für etwas anderes unterbrechen. Gestern habe ich nämlich eine fast schon vergessene Liebe wiederentdeckt…

Gestern habe ich mal wieder nachts telefoniert. Ich liebe diese Telefonate, bei denen man fast schon schläft, aber doch im Grunde noch hellwach ist und man vor lauter Übermüdung jedes Wort der anderen Person ganz intensiv wahrnimmt. Ein Glas Wein oder Champagner davor und / oder danach macht das ganze noch schöner, man treibt von Thema zu Thema, lacht und schweigt gemeinsam, was komischerweise in diesen Momenten so überhaupt nicht stört. Leise Musik im Hintergrund, dann ists einfach perfekt. Vorausgesetzt, man telefoniert nicht gerade mit seinem Steuerberater…*lach*

Nach dem Telefonat lag ich so da und träumte erschöpft und satisfiziert vor mich hin, als es geschah: ich hörte Töne. Schöne, bekannte, vor langer Zeit verlorene Töne. Nämlich einen Song, den ich nur einmal gehört habe, nämlich auf einer Autofahrt in Italien, als mein Göttergatte aufgrund des für seine Ohren ungewohnten Sounds schon umschalten wollte. Leider wurde der Song danach nicht weiter kommentiert, sodass ich ihn noch eine Weile im Ohr hatte und ihn dann so nach und nach vergaß. Doch gestern, da war er wieder da, und ich auf einmal hellwach. Ich dachte an Liebe, an meine italienischen Wurzeln, Temperament, Mozzarella und Basilikum – und am besten alles zusammen und auf einmal. Was für ein geiler Song! Was für eine Stimme. Amore mio…

 

 

Meine Top 5 2015: Lesezeichen

Ich lese viel und brauche, da ich auch parallel lese, immer einige Lesezeichen. Früher habe ich Kassenzettel und Kinokarten genommen, heute achte ich, auch wenn es manchmal noch schwer fällt, auf schöne Lesezeichen. Meine Top 5 des letzten Jahres seht ihr hier:

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1. Die gehäkelte Eule habe ich Euch schon vor einiger Zeit vorgestellt, ich habe sie von einer lieben Mitleserin auf Lovelybooks erhalten. Ich verwende sie selten, da sie nur in Büchern nisten darf, die ich daheim lese, aber erfreue mich immer wieder daran.

2. Das große Magnetlesezeichen mit der Aufschrift „You are here“ habe ich vor einiger Zeit in einem Büchereibuch gefunden. Tja, und ab da war es eben meins. Praktisch vor allem bei etwas komplexeren Sachbüchern, weil man damit auch die Zeile markieren kann.

3. „Lieblingsbuch“ ist eigentlich „nur“ ein Werbelesezeichen, das ich mal aus einem Buchpaket gefischt habe, aber mir gefallen die Farben und die Aufschrift so sehr, dass ich es immer wieder verwende.

4. Die Postkarte steht stellvertretend für die Postkarten, die ich regelmäßig erhalte Ich nehme an „Postcrossing“ teil, einem Forum, bei dem man Menschen auf der ganzen Welt Karten schickt und auch welche erhält. Es macht sehr viel Spaß, auf diese Art in der ganzen Welt herumzureisen, und oftmals liegt eine der erhaltenen Karten greifbar, wenn ich ein neues Buch beginne.

5. Lesezeichen Nummer 5 habe ich zu Weihnachten von einer sehr lieben Person erhalten, und der kleine Zauberer aus Leder mit dem Holzkopf hat sich sofort in mein Herz geschlichen. Früher wär mir dieses Lesezeichen zu schade gewesen zum Verwenden, und es wäre in der Schublade gelandet. Wie blöd! Solche Dinge müssen doch benutzt werden! Auch dieses wunderbare Teil kommt nur zuhause zum Einsatz, weil mir das Buchzeichen für das Chaos in meiner Handtasche einfach zu schade ist.

Und morgen? Da geht für mich nach langem Faulenzen der Alltag wieder richtig los. Mit frisch lackierten Nägeln, versteht sich – also gibt es als nächstes meine Lieblingslacke des Jahres 2015 zu bewundern!

Meine Top 5 2015: Popsongs

Ja, ich weiß. Manchmal tu ich so anspruchsvoll – Arthousefilme, komplizierte Sachbücher – und dann liebe ich auf der anderen Seite das extrem Triviale und werde dabei ertappt, wie ich Dokusoaps gucke und Teeniesternchensongs höre. Aber muss das wirklich ein Widerspruch sein? Ich finde nicht, und ich stehe zu den Dingen, die ich tue. Hier kommen meine Lieblingspopsongs des letzten Jahres:

  1. Drunk in love – Beyoncé. Wahnsinnsrhythmus, geile Lyrics. Und wer ist nicht gerne trunken vor Liebe? Beyoncé mag ich nicht immer, aber dieser Song geht in die Beine (und anderswohin…*g*)
  2. New Americana – Halsey. Tolle neue Stimme, mit relativ kritischem, intelligentem Text. Bin sehr gespannt, was man von der Dame noch hören darf im neuen Jahr.
  3. Alive – Sia. Für mich eine der besten Stimmen und eine der extremsten Künstlerinnen der letzten Jahre.“I had wanted to go to a place where all the demons go, where the wind don’t change, and nothing in the ground can ever grow“. Perfekte Lyrics, grandiose Stimme. Man kann alles überleben. Wie wahr.
  4. The Hills – The Weeknd. Zugegeben, hier brauchte ich eine gewisse Zeit, um den Song zu mögen. Gecatcht hat mich dann die Zeile „The Hills have eyes“, weil die gleichnamigen Filme zu meinen Faves gehören. Ein eigentlich depressiver Song über eine schwindende Liebe, aber wenn man einmal geflasht ist, geht einem das Ding nicht mehr aus dem Kopf.
  5. Waiting for Love – Avicii. „And if there’s love in this life there’s no obstacle that can’t be defeated. For  every tyrant a tear, for the vulnerable, in every lost soul the bones of a miracle, for every dreamer a dream, we’re unstoppable with something to believe in“. Ja, manchmal braucht man einfach etwas, an das man glauben kann. Superschöner Song mit noch schönerem Video. Was braucht es mehr als Liebe?

Es gab noch tausende mehr Songs, die ich gerne gehört habe, und viele davon haben hier auch schon als „Song des Tages“ stattgefunden. Die Auswahl war wirklich schwer, aber es sind alles Songs, bei denen ich des öfteren die Replay-Taste drücke – und nicht nur einmal.

Und morgen geht es hier um meine liebsten Lesezeichen…

Meine Top 5 2015: Meine besten Bücher

Bei einigen von Euch habe ich gelesen, dass sie gnadenlos gescheitert sind beim Versuch, ihre Lieblingsbücher des vergangenen Jahres zu benennen. Nun, ich lese sehr viel, und irgendwie hatte ich das Gefühl, im Jahr 2015 war enorm viel Durchschnitt oder sogar Müll dabei, dass ich mich nicht wirklich schwer tue, die fünf Bücher rauszusuchen, die ich toll fand. Hier ist die Top 5 allerdings kein Ranking, das würde mir dann doch zu schwer fallen. Aber diese Bücher haben gleichermaßen mein Leseherz erobert:

1. Die Analphabetin, die rechnen konnte – Jonas Jonasson. Ich habe eine Bestsellerphobie, und hochgelobte Bücher, möglichst noch mit einem „Spiege-Bestseller“ Aufkleber versehen, machen mir Angst. Ich lese sie entweder nie, oder erst Jahre später, wenn der Hype vorbei ist. Auch an dieses Buch habe ich mich lange nicht herangetraut – doch bereits nach den ersten paar Seiten war ich fasziniert. Die Geschichte von der Afrikanerin Nombeko, die zwar nicht lesen kann, aber dafür ein Rechengenie ist und plötzlich mit den Obersten der Weltpolitik über Atomwaffensprengköpfe diskutiert, ist skurril, ich musste seitenweise wirklich laut lachen und ganze Seiten zum puren Vergnügen nochmal lesen. Skandinavischer Humor vom Feinsten, Abstrusitäten en masse und vehemente Kritik an der Weltpolitik und am Fundamentalismus machen dieses Buch zu einen absoluten Lesehighlight, was intelligenten Humor angeht. Es ist allerdings ein Humor, der nicht jedermanns Sache ist – aber bei  mir hat er ins Schwarze getroffen.

2. Das Rosie-Projekt – Graeme Simsion. Ein ähnliches Phänomen wie Buch Nummer 1, hat mich auch hier der Bestsellerstatus lange abgehalten. Aber auch hier – eine skurrile Hauptfigur, megakomische Situationen und die Suche nach Liebe – war ich nach wenigen Seiten begeistert. Es ist einfach zu komisch, den nach eigener Aussage „sozial inlompetenten“ Don dabei zu begleiten, wie er per Fragebogen versucht, die Frau fürs Leben zu finden. Doch die einzige, die ihn fasziniert, beantwortet die wirklich wichtigen Fragen falsch…ob das was werden kann? Lesespaß wurde es jedenfalls, und zwar mächtig. Ich habe wohl eine Schwäche für „seltsame“, ungewöhnliche Protagonisten, scheint mir…

3. Wir in drei Worten – Mhairi Mc Farlane. Zwischendurch mal was fürs Herz und ein immer aktuelles Thema. Was tun, wenn es zwischen Dir und Deinem besten Freund nach Jahren funkt? Kämpfst Du um diese Liebe oder versuchst Du sie zu verdrängen? Was, wenn beide in Beziehungen stecken? Locker leicht für zwischendurch, zeigt das Buch, dass man die große Liebe festhalten sollte, aber dazu verdammt viel Mut braucht. Vielleicht nur etwas für Romantikerinnen, aber einfach zu schön…

4. Die Pilgerjahre des farblosen Herr Tazaki – Haruki Murakami. Einst waren sie eine Clique von 5 Freunden auf dem College, ihnen stand die Welt offen. Nach der gemeinsamen Schulzeit zieht Tsukuru nach Tokio, aber die Freundschaft bleibt bestehen. Bis ihn die Freunde bei einer Rückkehr schneiden, sich verleugnen lassen und nicht mehr mit ihm zu tun haben wollen? Warum nur? Tsukuru versteht es nicht, es geht ihm sehr schlecht. Erst Jahre später kann ihn seine Freundin Sara überzeugen, herauszufinden, was damals passiert ist…in diesem Buch wird eine Geschichte erzählt, wie sie tagtäglich überall passieren könnte. Dass sie nicht ins Belanglose, Alltägliche abrutscht, ist der Schreibweise Murakamis zu verdanken. Leise, poetisch und bewegend schildert er die Sorgen und Nöte seines Protagonisten, zeigt ihn verwundbar, traurig und einsam. Die Angst, die jeder hat, alleine und einsam alt zu werden, wird hier fast greifbar. Traumhaft stilsicher formuliert, enthüllt Murakami die damaligen Ereignisse und lässt Tsukuru Frieden schließen. Dazu die wunderbare Atmosphäre Japans – ich habe dieses Buch wirklich geliebt und bin Murakami einmal mehr verfallen…

5. Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel – Bradley Somer. Ihr mögt Episodenfilme, bei denen man am Anfang noch überhaupt keine Ahnung hat, um was es geht und sich die Fäden erst in den letzten Szenen verweben? Dann ist das Euer Buch. In einem Hochhaus fällt ein Goldfisch aus dem 27. Stock und sieht im Fallen in verschiedene Fenster. Die Geschichten der Menschen, die dort wohnen, verweben sich zu einem Schicksalspuzzle, das so perfekt ineinander passt, dass ich zum Schluss nur noch gestaunt habe. Jeder noch so kleine Faden wurde untergebracht, jede Begebenheit hatte ihren Sinn. Dabei konnte man lachen, weinen, staunen oder mitfiebern, es war für jede Stimmungslage etwas dabei. Ganz großes Kino, und ob der Goldfisch, der übrigens Ian heißt, den Sturz überlebt, das findet ihr einfach raus, indem ihr das Buch selbst lest! 🙂

In diesem Sinne hoffe ich in diesem Jahr auf mehr Lesehöhepunkte, auf dass mir im neuen Jahr die Auswahl schwerer fallen möge – und auch auf die Zeit, die ganzen Bücher auch zu lesen. Letzteres dürfte wohl das größere Problem darstellen…

Morgen geht es hier übrigens um Musik, also: stay tuned!