Archiv | September 2015

Kleines Rätsel am Mittwoch

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWas seht ihr hier? Richtig. Zwei Dinge, um Türen zu öffnen. Oder wahlweise auch zu schließen. Beide Dinge machten mir heute sehr viel Freude, denn das eine schloß eine Tür nicht, die ich partout schließen wollte – das andere öffnete eine Tür nicht, die ich hätte öffnen sollen…

Sieht so aus als fehlen mir gewisse Schlüsselkompetenzen. Mein Auto lässt sich seit heute auf der Fahrerseite nicht abschließen, da spinnt wohl die Zentralverriegelung. Aber nun ja, die alte Gurke will eh keiner mehr klauen, ich darf nur besser keine Dinge drinlassen, die ich noch brauchen könnte, solange das Problem nicht behoben ist.

Und heute wollte ich arbeiten gehen, aber die Zugangskarte erkannte mich nicht mehr. Hat mich das eine Jahr mehr auf der Agenda so verändert, dass man mich schon nicht mal mehr ins Büro lassen will? Oder sollte das heißen: „He, Du hast heute Geburtstag, was willst Du eigentlich hier? Bleib gefälligst zu Hause und lass Dich feiern..“ Und keine Lösung in Sicht, wahrscheinlich muss ich morgen auch wieder den Hausmeister bemühen, damit er mich arbeiten lässt…

Schön, dass ich wenigstens den Schlüssel zum Glück gefunden habe, ich hoffe, der macht nicht so schnell Ärger…

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Korrosionsbeständig…

Und weiter geht es mit dem Periodensystem. Häh? mögt ihr jetzt fragen, jetzt kommt sie uns mit Chemie? Ja, tut sie. Nicht erst seit der unglaublichen Serie „Breaking Bad“ habe ich verstanden, was Chemie aus unserem Leben machen kann. 🙂

Titan. Das Element mit der Ordnungszahl 22, zugehörig der 4. Nebengruppe im Periodensystem. Dehnbar, korrosions- und temperaturbeständig. Oder salopp gesagt, ziemlich anpassungsfähig und flexibel – und doch auch beständig, Kommt nach einer kurzen Akklimatisierung mit allem klar. Wie ich. Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen.

Happy Birthday, liebe Queenie! 🙂

Und ein ganz besonderer Gruß und Dank geht an meinen Liebsten. Danke, dass Du dem Wahnsinn jeden Tag standhältst. Ich liebe Dich…

Back to school – und ein guter Vorsatz!

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Vorbei ist die schöne Faulenzerzeit, das zweite Mastersemester hat mich wieder. Wie sagte mein Dozent und gleichzeitig auch mein Chef vor einigen Wochen zu mir: das zweite Semester wird sehr anspruchsvoll. Ach nee? Und was war bitte das erste, soll das zweite echt noch aufwendiger werden? Da gilt es, gerüstet zu sein!

Und da unsere Mensa eine kleine Katastrophe ist und meinen Magen oft genug zum Rotieren bringt, wenn ich es doch mal versuche, bin ich dieses Mal bestrebt, mir meine Leckereien doch regelmäßiger von zu Hause mitzubringen. Das hier durfte heute mit: Kaffee (ja, ich weiß, nicht wirklich gesund, aber immer noch besser als der Raketentreibstoff, der im HZE-Café ausgeschenkt wird), dazu vier leckere Stückchen türkischer Honig. Und in den Tupperboxen sind lecker belegte Brote (ich sag nur selbst gezogene Kresse!) bzw. Gurke, Tomate und hartgekochtes Ei. Wär doch gelacht, wenn ich mit diesen Köstlichkeiten nicht den langen Tag überstehe. Und das ist mir tatsächlich auch gelungen ohne Magenknurren oder sonstige Gelüste! So kann es weiter gehen. Ich hoffe, die Disziplin ist weiterhin mit mir…

Was nehmt ihr so mit zu Arbeit und Studium? Oder habt ihr leckere Alternativen in der Nähe?

Ich „mache über“ den Blog!

Häh? Was macht sie? Über den Blog machen? Ist das unanständig?

Nein, keine Sorge, ich übersetze nur gerne englische Ausdrücke wörtlich, und da ich mich schon lange mit dem Gedanken trage, meinem Blog mehr Leben einzuhauchen, werde ich – passend zu meinem in den Startlöchern stehenden Ehrentag – ein  neues Jahr beginnen und meinem Blog einen Make-Over, also eine Generalüberholung, verpassen. Denn irgendwie kann es nicht sein, dass ich tagsüber so viele lustige, skurrile und seltsame DInge erlebe, von denen ich immer denke: das muss in den Blog. Nur um dann abends zuhause zu sitzen, zu k.o. zu sein und zu denken, das kannste morgen immer noch machen. Kannste eben nicht, Süße, hast Du es noch nicht begriffen? Denn Du machst es ja nicht…

Also habe ich ein wenig überlegt, einige neue Kategorien geplant, um die Öffentlichkeit mit meinem Leben zu versorgen (böse Zungen würden sagen, zu langweilen, da ich ja bekanntlicherweise eine der langweiligen Personen unter der Sonne bin!). In Zukunft wird dieser Blog Tagebuch, Fotoalbum, Ideenlieferant, Songbook, TV-Ratgeber, Comedychannel für Deprimierte aller Art, Denkanstoßgeber für Ratlose, einfach ein immer mal wieder vielleicht auch ein wenig schrilles Zeugnis meines doch recht extrovertierten Selbst sein. Alles was mir ins Ohr, ins Auge oder vor die Linse kommt, vielleicht auch auf den Teller oder in die Handtasche, wird in Zukunft hier seinen Platz finden. Es wird Zeit, dass die Bühne des Lebens von mir wieder in ganzer Breite bespielt wird – und ich hoffe, ihr freut Euch mit mir auf viele neue Ideen und Themen! Are you with me?

Song des Tages

Ich bin sicher kein einfacher Mensch. Emotional, spontan und sprunghaft. Sicher keine Attribute, die es einfach machen, mit mir zu tun zu haben – es sei denn, man weiß damit umzugehen. Wer mich kennt, weiß, dass Musik das Blut ist, das in meinen Adern fließt, dass es Musik ist, die mich jeden einzelnen Morgen aufstehen lässt,, die mich bewegt und mein Leben beeinflusst. Was Musik für mich ausmacht – dazu später einmal mehr. Wichtig ist nur, sie muss mich irgendwie berühren, nicht mehr loslassen. So wie auch dieser Song:

Darf man das?

Heute möchte ich ganz persönlich werden und Euch etwas von mir erzählen, das ich sehr lange für mich behalten habe. Nur meine engsten Freunde wussten davon, und auch nicht gleich. Aber ich bin jetzt in der Lage, darüber zu reden – weil es mir ein neues Leben eröffnet hat. Und zwar geht es um meine erst kürzlich erfolgte Trennung.

Am 20.6. eröffnete mir mein Mann – nach einer Meinungsverschiedenheit – dass er sich von mir trennen wolle.Und während mich das erst einmal einige Tage in ein völliges Chaos gestürzt hat, sagte irgendetwas in mir: Du warst doch schon lange nicht mehr glücklich, also ist es doch gut so. Und natürlich ist das jetzt auch wahnsinnig verkürzt wiedergegeben, zumal wir in der ersten Zeit noch versucht haben, die erste Trennungsphase in der gemeinsamen Wohnung zu bewältigen. Das ging mal so gar nicht. Aber dann ist er ausgezogen und seither kann ich wieder atmen, mich selber finden. Es tut so gut, endlich wieder für mich zu sein, den Schmerz nicht mehr ertragen zu müssen, mit jemandem zu leben und doch kein Teil seines Lebens sein zu können. Es gehören immer zwei Menschen dazu, wenn eine Beziehung nicht mehr funktioniert, und ich habe sehr gelitten und sicher auch viel falsch gemacht – er vielleicht auch. Wer weiß. Er hat sich nie mitgeteilt.

Nun ist schon eine ganze Zeit vergangen – und ich hatte den Sommer meines Lebens. Wunderbare Erlebnisse, neue Freunde, neue Bekanntschaften, durchlebte und durchredete Nächte – und da habe ich mich gefragt: darf ich so kurz nach einer Trennung schon wieder so glücklich sein? Um mich gleich darauf selber zu maßregeln: warum soll ich nicht glücklich sein dürfen? Wenn ich nicht glücklich bin, dann liegt das ja auch nicht an den anderen Menschen, sondern allein an mir. Wenn ich glaube, dass ich das nicht verdient habe – dann bitte.Aber da kann und darf ich auch niemand anderen verantwortlich machen. Das Glück kommt allein aus mir. Durch mich.

Und aus diesem Grund kann ich sagen: ja, ich darf das. Glücklich sein. Das Leben genießen. Manchmal habe ich das Gefühl, das Leben fängt erst jetzt wieder richtig an. Ich bereue kein Jahr, keine Erfahrung, denn sie alle haben mich dahin gebracht, wo ich jetzt bin. Direkt ins Glück. Mit eine Perspektive für hoffentlich viele Jahre. Mit Freunden, die ein Leben lang zu mir halten werden. Mit Erlebnissen, von denen ich meinen Enkeln erzählen könnte, wenn ich mich nicht irgendwann gegen Kinder entschieden hätte. Ich kann es kaum glauben, dass aus solch einem Desaster so etwas Positives entstehen kann…