Besuch von der Queen!

Da ich vor dem Semester ein paar neue Leute kennengelernt habe, durfte ich auch bei zwei neuen Bekannten zu Gast sein. Bei der einen zum Frühstück, bei der anderen zum Kaffeetrinken. Und ich habe sehr unterschiedliche Sachen erlebt…

Die Frühstückseinladung wurde von den Worten begleitet: „Aber ich schaffs nicht mehr, vorher aufzuräumen, es wird eventuell ein wenig unordentlich sein. “ Nun gut, das macht mir nichts aus, bin ich doch selber nicht immer der organisierteste Mensch, obwohl ich es sauber mag. Ich dachte mir also nichts Böses. Und wahrscheinlich gerade deshalb wurde es noch viel schlimmer.

Ich kam also mit meiner Brötchentüte dort an – und klebte zunächst mal am Küchenboden fest! Und direkt daneben stand der Kehrbesen mit einem ungelogen ca. 5 cm großen Haufen Restbestände daneben. Waaaaaah! Um so mehr verging mir der Appetit. Beim angebotenen Tee hätte ich am liebsten erst mal nach dem Haltbarkeitsdatum geguckt, und aus den offenen Getränkeflaschen, die mir angeboten wurden, wollte ich schon dreimal nicht trinken. Gute Güte, war das eklig…

Ich war früher in meiner Singlewohnung auch oft unordentlich, aber so dreckig und versifft – niemals. Das war auch nicht der Dreck von ein oder zwei Wochen, nee, das klebte da schon seit gefühlten Ewigkeiten. Die Wohnung roch ungelüftet, es war mir einfach ein Graus. So könnte ich nie leben!

Beim Kaffeebesuch jedoch war alles perfekt, fast schon zu perfekt. Zunächst mal war alles sauber, aber es lag auch nichts rum, keine Zeitschrift, kein Buch, kein Stück Persönlichkeit. Nun, ich weiß ja, dass ich die besuchte Person sehr sympathisch finde, aber ich finde das immer so traurig, wenn da gar nichts liegt, was so annähernd darauf schließen lässt, wie der Mensch tickt. Keine CD, wirklich nichts! Und es war auch nicht so, dass da viel Schränke gewesen wären, in denen das alles hätte verstaut werden können, also ist es wahrscheinlich einfach eine Person, die ihr Herz nicht an Dinge hängt. Finde ich auch okay, nur wenn ich dagegen dann mein Bücherregal betrachte und die Stapel, die sonst noch überall rumliegen, dann finde ich das so extrem gegensätzlich. Naja, aber im Schlafzimmer war ich ja auch nicht, vielleicht stehen da dafür die Bücher bis unter die Decke (glaube ich aber ehrlich gesagt nicht).

Hier gab es aber noch eine witzige Begebenheit – und endlich mal wieder ein Grund, das mir oft so lästige Handy zu benutzen. Die Gute hatte mir nämlich die falsche Hausnummer gegeben – aber auch dort wohnte jemand mit dem gleichen Nachnamen. Ich klingelte also, klingelte nochmals, niemand machte auf. Dann habe ich zum Telefon gegriffen und gefragt: „Sag mal, Du wohnst doch in einem gelben Haus?“ – „Nee, in einem blauen, die Nummer 5!“ Ach so, ja dann bin ich falsch. Wahrscheinlich habe ich einen armen Schichtarbeiter um seinen Schlaf geklingelt oder so…*g*. Was hätte ich dann wohl ohne Telefon gemacht? Eine Telefonzelle gesucht? So sehr ich das eigentlich hasse, dass jeder immerzu mit dem Handy zugange ist, in dieser Situation war es sehr, sehr nützlich!

Und jetzt dürft ihr alle mal raten, wohin ich einer erneuten Einladung lieber folgen würde! 🙂

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Ein Kommentar zu “Besuch von der Queen!

  1. Oha! Da wäre mir aber auch der Appetit vergangen, bei Deinem ersten Besuch…. das klingt ja zum weglaufen. Ich bin nicht wirklich ordentlich, aber sehr reinlich. Bei mir fliegen Bücher und Zettel durch die Gegend, genauso wie irgendwelcher Bastelkrams. Aber gefegt und Staub gewischt wird OFT. Müll bleibt schon gar nicht liegen. Bäh. Das kann ich nämlich nicht leiden. Sauber muss sein. Aber so steril, dass nichts rumliegt, gibts bei mir auch nicht. Zu viele Bücher dafür *gg*

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