Kino mit Dörte

Diese Rubrik hat schon eine ganze Weile nicht mehr stattgefunden, was schlicht und einfach daran lag, dass ich nichts zu berichten hatte. War doch meine liebe Freundin Dörte in den letzten Monaten des Jahres 2012 beruflich stark eingespannt und hatte auch einige etwas längere Urlaube geplant. Also musste ich kinotechnisch ein wenig darben – doch gestern waren wir endlich wieder in unserem heißgeliebten Kommunalen Kino. Den Film mag ich Euch hier kurz vorstellen, da er, wie ich finde, wunderschön war!

„Quartett“ (2012)
Der Film Quartett basiert auf einem Theaterstück von Ronald Harwood und ist die erste Regiearbeit von Dustin Hoffman, der im Film NICHT mitspielt! Es geht um ein ungewöhnliches Seniorenheim, nämlich eines für klassische Musiker, die nun zusammengewürfelt in einem zugegebenermaßen wunderschönen Herrenhaus ihren Lebensabend bestreiten. Und wenn alte Menschen generell sehr wunderlich sein können, sind es diese ehemaligen Stars und Diven noch viel mehr. Und noch mehr Unruhe gibt es, als eine neue „Patientin“ einzieht, über die sich nicht alle Bewohner wirklich freuen können. Und dann steht auch noch die alljährliche Gala an, auf deren Geld die Bewohner dringend angewiesen sind, damit das Heim nicht geschlossen wird…

Dieser Film ist wahrlich ein Wohlfühlfilm. Die älteren Menschen werden mit all ihren Eigenheiten, aber sehr liebenswert und authentisch gezeigt – allen voran Cissy, die zuerst ein wenig überzeichnet dann doch einer der tragenden Charaktere des Filmes wurde. Es gab viel zu lachen, aber auch die obligatorischen Taschentuchmomente, die allerdings nie wirklich ausgekostet wurden, sondern durch Wegblenden, Kamera- oder Szenenwechsel für sich standen und dem Zuschauer Zeit ließen, sie zu genießen.

Wunderschön war auch der Zickenkrieg zwischen den einzelnen Diven, der mitunter auch auf die Männer übersprang, vor allem, wenn es um Aprikosenmarmelade ging. Wir haben den Film im Original mit Untertiteln gesehen, das Englisch war leicht zu verstehen, und der eine oder andere Gag kam so natürlich viel besser rüber.

Wer gerne Filme wie „Best Exotic Marigold Hotel“ anschaut und auch die eine oder andere Opernmelodie abkann, der sollte mal nach diesem Film schauen, er lohnt sich wirklich! Vor allem, wenn es draußen gar ungemütlich ist, dann macht der Film gleich doppelt so viel Spaß, denn er wärmt von innen!

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