„Aussicht auf Sternschnuppen“ – Katrin Koppold

Cover Sternschnuppen

Bei Helga tickt so langsam die Uhr, die biologische – wie gerne würde sie eine Familie gründen, aber Giuseppe, ihr Lebenspartner, macht noch nicht einmal Anstalten, ihr einen Antrag zu machen! Dabei ist er der Traummann schlechthin – oder doch nicht? Plötzlich ist sich Helga nämlich gar nicht so sicher, als sie auf seinem Handy eine vermeintlich romantische SMS einer anderen Frau liest. Was bitte ist denn da los?

Als Giuseppe eine Geschäftsreise ankündigt, fährt Helga, ohne großartig nachzudenken, hinterher. Aber oh je, was muss sie sehen? Er steigt dort mit einer sehr attraktiven jungen Dame und einer älteren Frau in einen Wagen. Bei Helga brennen alle Sicherungen durch, sie will nur noch hinterher. Dumm nur, dass es am Flughafen ziemlich schwierig ist, einen Wagen zu ergattern. Als sie endlich Licht am Ende des Tunnels sieht oder besser gesagt, ein verfügbares Auto aufgetan hat, muss sie sich das auch noch mit Nils teilen, einem relativ bekannten Schauspieler, der zufällig in die gleiche Richtung muss. Nils ist unverschämt, ziemlich von sich überzeugt – eine turbulente Fahrt beginnt.

Liebesgeschichten sind immer ein wenig vorhersehbar, die Strickmuster sind sich oft ähnlich. Das ist auch bei „Aussicht auf Sternschnuppen“ nicht anders. Die Autorin schafft es allerdings, die Story mit sehr liebevoll ausgearbeiteten Charakteren und Situationen zu schmücken, die es nie langweilig werden lassen. Es sind viele lustige und kuriose Szenen enthalten, die mich schmunzeln ließen, gerade der Humor war absolut glaubwürdig und passend und nicht slapstickmäßig überzogen. Und als es dann doch mal zu einer körperlichen Szene kommt, zieht sich die Autorin wohltuend zurück und überlässt es der Leserin, ihr Kopfkino anzuschalten. Diese fast schon altmodisch anmutende Liebesszene hat mir besonders gefallen, in einer Zeit, in der man fast schon auf jeder Plakatwand über nackte Haut im Übermaß stolpert…zwischen welchen Personen diese Szene aber nun stattfindet, das müsst ihr schon selber nachlesen!

Und nicht nur die Hauptfiguren sind liebevoll dargestellt, auch die Randfiguren sind keine bloßen Statisten. Vor allem Helgas Schwestern machen den Roman noch um einiges turbulenter und farbiger und verlagern den Schauplatz der Geschichte einige Mal auf eine andere Bühne. Auch das empfand ich als sehr gelungen. Schreit geradezu nach Fortsetzungen, auch wenn ich eigentlich kein Fan von endlosen Reihen bin. Aber solange die Charaktere sich weiter entwickeln, warum nicht?

Ein wunderbares Buch besonders für kalte Tage, aber auch am Strand bestimmt gut zum Entspannen geeignet! Ich denke mal, von der Autorin werden wir noch einiges hören oder besser gesagt lesen – und ich freue mich schon sehr auf weitere Abenteuer und bin gerne wieder mit von der Partie!

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