Archiv | Januar 2013

Zuviel

Puuh, lernen bis zum Umfallen, immer verspannter wurde ich und immer mies gelaunter. Nach einem irgendwie blöden Telefonat mit meinem Mann, bei dem ich mal wieder wegen nix ausgeflippt bin, habe ich mir endgültig gedacht, dass es so nun wirklich nicht weiter geht. Die Verspannungen drücken mir die Nerven ab, je genervter ich bin, um so mehr tut mir die Schulter weh – das kann doch echt nicht sein!

Also habe ich mir eine Yoga-DVD rausgezogen und gleich mal 40 Minuten Yoga gemacht. Ich habe rund 10 Jahre Yoga gemacht, es aber in den letzten Jahren schleifen lassen. Wie blöd, dabei weiß ich doch, wie gut das tut. Und siehe da, die Verspannung ist fast weg. Es fühlt sich noch ein bisschen an wie Muskelkater, aber die Schmerzen sind wirklich viel weniger geworden. Ich mach das ab sofort jeden Tag für 30 Minuten, habe ich mir vorgenommen. Ich muss nix vorbereiten und nicht stundenlang außer Haus dafür, da hätte ich lerntechnisch dann doch ein schlechtes Gewissen. Es passt ja auch gut in mein Konzept, sich wieder ein wenig mehr zu bewegen. Und irgendwie muss ich die ganzen DVD’s, die meiner Fitness-Zeitschrift beiliegen, ja auch mal durchprobieren!

Anderen gebe ich immer gerne gute Ratschläge, jetzt setze ich sie auch mal für mich selbst um! YES! 🙂

Zuwachs im Regal

Drei Bücher sind mir in den letzten zwei Wochen ins Haus geflattert – ganz besonders gefreut habe ich mich über „Aber bitte mit Sake!“. Erstens habe ich es von einer sehr lieben Person bekommen, und zweitens geht es um Japan, das ich bekanntlich sehr faszinierend finde!

Enttäuscht war ich ein wenig von Imageproblem, eine konvertierte Frau versucht einem den Islam schmackhaft zu machen. Ich bin eh nicht negativ gegenüber dieser Religion eingestellt, und der Humor war im ersten Kapitel noch rotzig-witzig, ging mir aber nach einigen Seiten nur noch auf den Wecker. Schade.

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Kino mit Dörte

Diese Rubrik hat schon eine ganze Weile nicht mehr stattgefunden, was schlicht und einfach daran lag, dass ich nichts zu berichten hatte. War doch meine liebe Freundin Dörte in den letzten Monaten des Jahres 2012 beruflich stark eingespannt und hatte auch einige etwas längere Urlaube geplant. Also musste ich kinotechnisch ein wenig darben – doch gestern waren wir endlich wieder in unserem heißgeliebten Kommunalen Kino. Den Film mag ich Euch hier kurz vorstellen, da er, wie ich finde, wunderschön war!

„Quartett“ (2012)
Der Film Quartett basiert auf einem Theaterstück von Ronald Harwood und ist die erste Regiearbeit von Dustin Hoffman, der im Film NICHT mitspielt! Es geht um ein ungewöhnliches Seniorenheim, nämlich eines für klassische Musiker, die nun zusammengewürfelt in einem zugegebenermaßen wunderschönen Herrenhaus ihren Lebensabend bestreiten. Und wenn alte Menschen generell sehr wunderlich sein können, sind es diese ehemaligen Stars und Diven noch viel mehr. Und noch mehr Unruhe gibt es, als eine neue „Patientin“ einzieht, über die sich nicht alle Bewohner wirklich freuen können. Und dann steht auch noch die alljährliche Gala an, auf deren Geld die Bewohner dringend angewiesen sind, damit das Heim nicht geschlossen wird…

Dieser Film ist wahrlich ein Wohlfühlfilm. Die älteren Menschen werden mit all ihren Eigenheiten, aber sehr liebenswert und authentisch gezeigt – allen voran Cissy, die zuerst ein wenig überzeichnet dann doch einer der tragenden Charaktere des Filmes wurde. Es gab viel zu lachen, aber auch die obligatorischen Taschentuchmomente, die allerdings nie wirklich ausgekostet wurden, sondern durch Wegblenden, Kamera- oder Szenenwechsel für sich standen und dem Zuschauer Zeit ließen, sie zu genießen.

Wunderschön war auch der Zickenkrieg zwischen den einzelnen Diven, der mitunter auch auf die Männer übersprang, vor allem, wenn es um Aprikosenmarmelade ging. Wir haben den Film im Original mit Untertiteln gesehen, das Englisch war leicht zu verstehen, und der eine oder andere Gag kam so natürlich viel besser rüber.

Wer gerne Filme wie „Best Exotic Marigold Hotel“ anschaut und auch die eine oder andere Opernmelodie abkann, der sollte mal nach diesem Film schauen, er lohnt sich wirklich! Vor allem, wenn es draußen gar ungemütlich ist, dann macht der Film gleich doppelt so viel Spaß, denn er wärmt von innen!

Autorinneninterview mit Katrin Koppold

Ende letzten Jahres habe ich mir Gedanken gemacht, was ich Neues auf meinem Blog veranstalten könnte. Nun, da ich gerne lese, könnte es was mit Büchern zu tun haben. Nur was? Buchfragen, Verlosungen und andere Dinge finden sich auch auf den anderen Blogs, also vielleicht doch etwas anderes? Ah, ich hab’s – Autoreninterviews! Mir bringt es hoffentlich zusätzliche LeserInnen (alles für die Quote – wie im Dschungel! *lach*), und für den jeweiligen Schreibenden ist es eine hoffentlich gute Werbung und macht Leser neugierig, die sonst vielleicht nicht zugegriffen hätten. Doch, das mache ich!

Und so dürft ihr nun an der Premiere teilnehmen, hier ist mein erstes Autorinneninterview mit der Autorin Katrin Koppold, die ihr Buch „Aussicht auf Sternschnuppen“ seit einiger Zeit in elektronischer Form veröffentlicht hat, eine Printversion wird ebenfalls in den nächsten Monaten erscheinen. Ich hoffe, ihr habt Spaß daran und meine neue Idee gefällt Euch!

Bild Katrin

Katrin, „Aussicht auf Sternschnuppen“ ist Dein erster Roman. Wann und wie hast Du das Schreiben für Dich entdeckt?
„Ein halbes Jahr nach der Geburt meines zweiten Kindes lag ich einen Tag lang total erkältet im Bett und habe einen Krimi der schottischen Schriftstellerin Val McDermid gelesen, der mir total gut gefallen hat. Und irgendwie war er dann da, der Gedanke! Das möchte ich auch machen – ein Buch schreiben. Ein Hunsrück-Krimi sollte es sein. Zu dieser Zeit waren Regionalkrimis gerade total im Kommen und ich dachte, dass die Region, in der ich aufgewachsen bin, auch ein wenig literarische Beachtung finden sollte. Nun ja, mit dem Krimischreiben hat es nicht geklappt. Mein Regionalkrimi liegt halbfertig in der Schublade und ich würde ihn nicht für viel Geld veröffentlichen wollen.
Geschrieben habe ich wie die meisten Schriftsteller schon immer gerne. Allerdings keine Romane, sondern Artikel für Schülerzeitungen und regionale Zeitungen, kürzere Geschichten, Gedichte. Schreiben ist bestimmt kein Talent, das einem einfach in den Schoß fällt. Letztendlich lernt man schreiben nur durch schreiben.“

Hast Du auch professionelle Hilfe genutzt, wie zum Beispiel Schreibworkshops oder ähnliches?
„Ja, ich habe ein zweijähriges Fernstudium an der Schule des Schreibens mit dem Schwerpunkt Belletristik absolviert und drei Internetkurse bei dem Kinder- und Jugendbuchautor Rainer Wekwerth besucht, in denen er mit mir zusammen die Konzepte von „Aussicht auf Sternschnuppen“ und „Zeit für Eisblumen“ ausgearbeitet und an dem ersten Roman gearbeitet hat. Alleine hätte ich es nicht geschafft. Da Schreiben viel mit Handwerk zu tun hat, hätte es bei mir an zu vielen Grundlagen gemangelt.“

Vom Schreiben im stillen Kämmerlein zum ersten eigenen Buch – was gab Dir den Mut, ein Buch zu wagen? Und wie wuppst Du das auch noch zusätzlich zu Familie und Job?
„Ich bin eigentlich ein sehr positiver Mensch, der davon ausgeht, dass sich schon alles richten wird. Als der Roman erst einmal in eine Form gebracht worden ist, mit der ich zufrieden war, hatte ich auch keine Angst, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich habe auch nie daran gezweifelt, dass es mit der Veröffentlichung klappt. Auch wenn ich hier andere Wege gehen musste, als ich zunächst wollte.
Ja, wie ich das alles schaffe! Im Moment würde ich sagen, gar nicht. Ende Februar muss ich den zweiten Roman an meinen Lektor geben und es fehlen noch zwei Kapitel sowie die komplette Überarbeitung, ich muss in den nächsten drei Wochen noch zwei Deutschschulaufgaben korrigieren, dann noch die ganzen PR-Maßnahmen zum Debutroman. Leider bin ich weder Heidi Klum, noch hat mein Tag 48 Stunden. Insgesamt betrachtet wurschtele ich mich also wahrscheinlich genauso durch wie die meisten berufstätigen Mütter.
Generell muss man aber sagen, dass ich viele Vorteile habe: Ich habe einen Mann, der mich in allen Bereichen sehr unterstützt und Hilfe im Haushalt, ich gehe nur an drei Tagen in der Woche arbeiten, und meine Kinder sind schon sehr selbstständig. Irgendwie geht es auch immer. Aber auf was ich wirklich fast total verzichten muss, ist es fernzusehen, im Internet zu surfen oder einfach einmal ein ganzes Wochenende zu faulenzen. Mein Tag ist immer ziemlich durchgeplant.“

Es gab sicherlich auch Rückschläge zu verkraften, magst Du uns auch darüber etwas erzählen?
„Wenn man Rückschlage so definiert, dass es Schläge sind, die einen auch tatsächlich zurückwerfen, dann nicht. Eine Enttäuschung hatte ich aber schon zu verkraften.
Nachdem ich mein Buch diversen Agenturen angeboten habe, kamen auch gleich die ersten Angebote. Die Agentin, bei der ich letztendlich auch unterschrieben habe, schaffte es auch, das Interesse von vierzehn Großverlagen zu wecken. Doch ein Verlagsvertrag ist trotzdem nicht entstanden. Dabei war ich aufgrund des positiven Feedbacks wirklich felsenfest davon überzeugt, dass es klappen würde. Das hat mich zu Beginn des letzten Jahres schon sehr heruntergezogen. Aber letztendlich war es gut so, wie alles gelaufen ist. Da ich die Rechte des Romans nicht auf Jahre hinaus an einen kleinen Verlag abtreten wollte, habe ich mich dazu entschlossen, das Buch selbst herauszubringen und ich denke, die Verkaufszahlen, die ich durch Amazon erreicht habe und auch diese Reichweite hätte mir ein kleiner Verlag nie beschaffen können.“

Nun aber zu Deinem Buch: welchem Genre würdest Du Dein Buch zuordnen? Ich finde, „Chick Lit“ trifft es nicht so richtig…
„Ich habe es den Verlagen unter dem Genre „humorvoller Frauenroman“ angeboten. Chick lit- Romane lese ich selbst gar nicht so gern, da sie zwar amüsant geschrieben, aber ziemlich oberflächlich und stereotyp sind. Ich interessiere mich sehr für Psychologie und versuche, viel von meinem Wissen auch in meine Figuren einfließen zu lassen. Ich bin fest davon überzeugt, dass kein Mensch nur schwarz oder nur weiß ist und möchte somit auch keine Figuren erschaffen, die ausschließlich positiv oder negativ belegt sind.
Vielleicht sagen jetzt einige: Aber Fee, die Schwester von Helga, die in dem nächsten Buch vorkommen wird, ist doch das typische Chick-Lit-Weibchen: hübsch, blond, oberflächlich. Das stimmt, und ich habe sie auch absichtlich so angelegt. Denn genau dieses Klischee der perfekten Blondine möchte ich im Nachfolgeroman wieder zerstören. Hinter Fees selbstbewusster Fassade steckt nämlich eigentlich ein sehr verletzlicher, unsicherer Mensch.“

Wem ist Deine Hauptperson Helga am ehesten nachempfunden? Gibt es dafür ein „Vorbild“ oder steckt viel von Dir in Helga?
„Helga sieht genauso aus wie eine ehemalige Kollegin von mir. Sie ist auf eine unaufdringliche Weise superhübsch, zieht sich eher unauffällig an und heißt darüber hinaus auch noch Helga. Von ihren beruflichen Interessen und ihrem Charakter ähnelt Helga einer Freundin von mir. Ihre Wünsche und Träume habe ich mir von den Menschen geliehen, die jetzt mit Mitte 30 feststellen, dass ihnen gar nicht mehr so viel Zeit bleibt, wenn sie ihren Traum von einer Familie noch verwirklichen wollen und das sind in meinem Bekanntenkreis wirklich ziemlich viele. Ja, und von mir…von mir stammen einige Erlebnisse wie z.B. die Schlüssel-Attacke. Mit achtzehn habe ich in einer Disko der neuen Freundin meines Exfreundes mal aus dem Hinterhalt ein Bierglas übergeworfen, aber da ich keine so gute Werferin wie Helga bin, habe ich zum Glück nicht getroffen. Ich habe mich dann zu Boden geworfen und bin weggekrabbelt. Etwas, was mir mein bester Freund heute noch vorwirft, da er zu diesem Zeitpunkt neben mir stand und fälschlicherweise für den Täter gehalten wurde. Ich kann dies ganz offen zugeben, denn ich habe diese Tat meinem Ex-Freund irgendwann gestanden. Er hat mittlerweile zwei Kinder von besagter Frau und wir verstehen uns wieder wirklich gut. Ansonsten steckt gar nicht so viel von mir in Helga. Ich ähnele vom Charakter her eher Helgas Schwester Fee.“

Wusstest Du von vorneherein die „Richtung“ des Romans, also hast Du die Story vorher schon „abgesteckt“ oder hast Du Dich beim Schreiben „treiben lassen“?
„Nein, ich hatte wirklich ein ganz klares Konzept, an dem ich mich auch entlang gehangelt habe. Natürlich kamen aber beim Schreiben einige Details hinzu, wie z.B. die Eindrücke von meiner Italienreise oder Menschen und Erlebnisse, die mich in irgendeiner Form beeinflusst haben, aber von meinem vorgezeichneten Weg abgewichen bin ich nicht. Die Schlussszene war übrigens eine der ersten Szenen, die ich geschrieben habe. Auch der Schluss von „Zeit für Eisblumen“ ist schon fertig. Aber normalerweise halte ich beim Schreiben schon eine chronologische Reihenfolge ein.“

Waren auch Deine Hauptpersonen schon vorgezeichnet oder hast du da während des Schreibens noch viel angepasst?
„Nein, auch meine Hauptfiguren sind vorher schon fertig. Wobei ich Giuseppe etwas modifiziert habe. Mein Schreiblehrer war entsetzt von meinen ersten Ideen und meinte, so verkommt der arme Kerl ja völlig zum Klischee. Beim zweiten Buch gibt es eine Figur, die ich mir auch noch einmal vorknöpfen möchte, weil sie mir derzeit noch zu oberflächlich erscheint. Momentan finde ich nicht so einen rechten Zugang zu ihr.“

Wenn Du Ideen für ein Buch sammelst, ertappst Du Dich oft dabei, dass Du Pärchen oder Personen im täglichen Leben besonders aufmerksam beobachtest?
„Nein, ich beobachte meine Mitmenschen nicht, obwohl das bestimmt auch eine gute Möglichkeit ist, interessante Charaktere zu erschaffen. Meistens kommen die Ideen ganz zufällig herangeflogen und die notiere ich natürlich auch immer sofort. Vor ein paar Tagen hat mir z.B. eine Bekannte erzählt, dass sie mit dem neuen Auto immer vor der Garage parken musste, weil diese so eng war und sie Angst hatte, etwas kaputt zu machen. Ihr Mann hat ihr jetzt, wo es kalt ist, die ganze Garage mit Styroporplatten ausgekleidet und nun hat sie morgens wieder ein warmes Auto. Ich fand das so süß, dass ich es in meinem dritten Buch verarbeiten werde. Lilly wird auf diese Weise herausfinden, wer der Richtige für sie ist.“

Wo schreibst Du und wie? Hast Du Rituale oder spezielle Uhrzeiten, zu denen Du besonders kreativ bist?
„Im Winter schreibe ich in meinem Arbeitszimmer und an meinen freien Tagen morgens, manchmal auch an ein paar Abenden, wobei ich dann schon immer ziemlich kaputt bin. Ich bin einfach kein Wintermensch. Im Sommer schreibe ich auf der Terrasse und wann immer es geht, manchmal auch bis tief in die Nacht bei immer schummeriger werdender Beleuchtung. Während der Schulzeit komme ich nicht so oft zum Schreiben. Das meiste entsteht in den Schulferien, wobei ich bei Familienurlauben den Computer daheim lasse.“

Könntest Du Dir auch vorstellen, mal in einem anderen Genre zu schreiben?
„Ja, ich würde gerne einen anspruchsvollen Jugendroman schreiben. So etwas wie „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Greene oder „Kaputte Suppe“ von Jenny Valentine. Wenn eine Idee zu mir herangeflogen kommt, dann mache ich das noch. Aber jetzt schreibe ich erst einmal noch Lillys Geschichte auf. Und vielleicht kommt mir beim Schreiben ja noch eine Idee, was Mia, die vierten Baum-Schwester, noch alles erleben könnte.“

Hast Du ein literarisches Vorbild?
„Marian Keyes. Niemand versteht es so gut, ernste Themen, wie Tod, Fehlgeburten, Drogensucht, humorvoll zu verpacken. Momentan kann ich sie allerdings gar nicht gut lesen, da ich ständig denke: „Aaaaah, sie ist so viel besser als ich.“ Einmal so schreiben zu können wie sie ist ein großer Ansporn für mich.
In der Self-Publisher-Szene sind Nancy Salchow, Emily Bold und Petra Röder meine Vorbilder. Sie machen unglaublich viel selbst, wofür ich mir Hilfe von außen suchen muss, und haben Erfolg ohne penetrantes Guerilla-Marketing. Mit Nancy und Emily habe ich auch schon Kontakt gehabt, und beide haben mir sofort ihre Hilfe angeboten, was ich wirklich sehr nett fand. Außer das „Luftblumenhaus“ von Nancy Salchow, was wirklich ganz entzückend ist, habe ich allerdings noch nichts von den dreien gelesen.“

Muss man selbst gerne lesen, um schreiben zu können?
„Ich denke, wer niemals am Ende eines Buches ein paar Tränen verdrückt hat, weil er sich nicht von der Welt oder den Personen, die ein Autor erschaffen hat, verabschieden wollte, der wird es auch nicht schaffen, selbst Leser mit seinen Geschichten zu berühren. Nein, ich denke, man muss die Magie der Worte schon am eigenen Leib erfahren haben, um schreiben zu können.“

Was würdest Du anderen NachwuchsautorInnen raten, die Ihre erste Veröffentlichung anstreben?
„Schreibt nicht nach irgendwelchen Trends, sondern erzählt von dem, was euch wirklich berührt! Dann werden eure Bücher auch eure Leser erreichen. Alles andere wäre nicht authentisch und zahlt sich auf Dauer bestimmt nicht aus. Und: Lasst euch helfen! Wenn ihr die finanziellen Mittel habt, erstellt das Konzept zusammen mit einem Profi und vor allem gebt das fertige Buch am Ende zu einem Lektor. Man ist als Autor leider ziemlich betriebsblind, was das eigene Werk angeht und sieht oft den Wald vor lauter Bäumen nicht. Und vor allem: Redet nicht nur davon, macht es! Ob mit Hilfe eines Verlages oder aus eigener Kraft, wenn man etwas wirklich will, findet sich immer ein Weg.“

Liebe Katrin, herzlichen Dank für Deine Geduld und Deine Antworten! Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und gute Ideen, bleib, wie Du bist – ich bin gespannt, was es als Nächstes von Dir zu lesen gibt!

Song des Tages

The Script, die Kuschelrocker aus Irland, sind mit Hilfe von Will.I.Am endlich im Rockolymp der ernsthaften Musiker angekommen. Es geht nicht besser – turn up the volume – and dance! 🙂

Zusatzkommentar vom 30.01.2013: Falls ihr Euch wundert, warum hier nun nichts mehr zu sehen ist – seit der Premiere vom neuen Film eines großen deutschen Schauspielers gestern ist der Song in anderen Videoversionen, auch in der originalen Version, plötzlich aus dem Internet entfernt worden. Es tut mir ja leid, aber das Video mit den Filmausschnitten wird hier nicht landen, denn für diesen Menschen möchte ich keinerlei Werbung machen, nach dieser Aktion erst recht nicht. Ich hätte den Eintrag hier auch einfach löschen können, aber ich finds einfach nicht okay und ich denke auch, dass ein kein Zufall ist, dass das Video genau zur Premiere plötzich gesperrt wird…

Gruppenzwang

In meinem Studium muss semesterübergreifend 2 Semester lang ein Projekt durchgeführt werden, das sich mit sozialer Arbeit beschäftigt. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Themen, einiges ist interessant, anderes weniger. Heute fand ein Projektmarkt statt, in dem die Projekte vorgestellt werden – obwohl die Projekte erst im 5. Semester beginnen, müssen wir uns bereits am Ende der 3. Semesters für unser Wunschprojekt entscheiden.

Ich war ehrlich gesagt, ziemlich entsetzt, nach welchen Kriterien meine Kommilitoninnen ihre Projekte wählen. Denen ist es nämlich gar nicht so wichtig, welches Projekt und welcher Dozent, sondern dass man möglichst in der gewohnten Gruppe zusammenbleibt! Dafür macht man dann auch was, was einen so gar nicht interessiert. Ich konnte das gar nicht fassen…

Wenn man sich menschlich weiterentwickeln wird, funktioniert das nun mal nicht nur im geliebten Kokon, nein, da muss man sich auch mal reiben, auch mal mit Leuten zu tun haben, die man nicht mag – und trotzdem klar kommen. Als Sozialarbeiter hält einem später doch auch keiner die Hand! Das war mehr Kindergarten als Studium heute und unglaublich amüsant, auch wenn ich immer noch den Kopf schüttele. Gruppenzwang ist doch was Feines! Irgendwie bin ich dann doch ganz froh, dass meine Eltern, die weiß Gott nicht alles richtig gemacht haben, mich ein Stück weit zur Einzelkämpferin erzogen haben! Kuscheln ist eben selten konstruktiv… 🙂

„Aussicht auf Sternschnuppen“ – Katrin Koppold

Cover Sternschnuppen

Bei Helga tickt so langsam die Uhr, die biologische – wie gerne würde sie eine Familie gründen, aber Giuseppe, ihr Lebenspartner, macht noch nicht einmal Anstalten, ihr einen Antrag zu machen! Dabei ist er der Traummann schlechthin – oder doch nicht? Plötzlich ist sich Helga nämlich gar nicht so sicher, als sie auf seinem Handy eine vermeintlich romantische SMS einer anderen Frau liest. Was bitte ist denn da los?

Als Giuseppe eine Geschäftsreise ankündigt, fährt Helga, ohne großartig nachzudenken, hinterher. Aber oh je, was muss sie sehen? Er steigt dort mit einer sehr attraktiven jungen Dame und einer älteren Frau in einen Wagen. Bei Helga brennen alle Sicherungen durch, sie will nur noch hinterher. Dumm nur, dass es am Flughafen ziemlich schwierig ist, einen Wagen zu ergattern. Als sie endlich Licht am Ende des Tunnels sieht oder besser gesagt, ein verfügbares Auto aufgetan hat, muss sie sich das auch noch mit Nils teilen, einem relativ bekannten Schauspieler, der zufällig in die gleiche Richtung muss. Nils ist unverschämt, ziemlich von sich überzeugt – eine turbulente Fahrt beginnt.

Liebesgeschichten sind immer ein wenig vorhersehbar, die Strickmuster sind sich oft ähnlich. Das ist auch bei „Aussicht auf Sternschnuppen“ nicht anders. Die Autorin schafft es allerdings, die Story mit sehr liebevoll ausgearbeiteten Charakteren und Situationen zu schmücken, die es nie langweilig werden lassen. Es sind viele lustige und kuriose Szenen enthalten, die mich schmunzeln ließen, gerade der Humor war absolut glaubwürdig und passend und nicht slapstickmäßig überzogen. Und als es dann doch mal zu einer körperlichen Szene kommt, zieht sich die Autorin wohltuend zurück und überlässt es der Leserin, ihr Kopfkino anzuschalten. Diese fast schon altmodisch anmutende Liebesszene hat mir besonders gefallen, in einer Zeit, in der man fast schon auf jeder Plakatwand über nackte Haut im Übermaß stolpert…zwischen welchen Personen diese Szene aber nun stattfindet, das müsst ihr schon selber nachlesen!

Und nicht nur die Hauptfiguren sind liebevoll dargestellt, auch die Randfiguren sind keine bloßen Statisten. Vor allem Helgas Schwestern machen den Roman noch um einiges turbulenter und farbiger und verlagern den Schauplatz der Geschichte einige Mal auf eine andere Bühne. Auch das empfand ich als sehr gelungen. Schreit geradezu nach Fortsetzungen, auch wenn ich eigentlich kein Fan von endlosen Reihen bin. Aber solange die Charaktere sich weiter entwickeln, warum nicht?

Ein wunderbares Buch besonders für kalte Tage, aber auch am Strand bestimmt gut zum Entspannen geeignet! Ich denke mal, von der Autorin werden wir noch einiges hören oder besser gesagt lesen – und ich freue mich schon sehr auf weitere Abenteuer und bin gerne wieder mit von der Partie!

Mein G-Punkt – Der etwas andere Wochenrückblick

Wow, eine seltsame Woche war das, sie fing langsam und harmlos an, aber sie wurde rasant, wellenförmig und irgendwie stressig. Und was ist passiert? Nun, ich berichte:

Gelesen: viel zu viel NICHT für die Uni. Leider. Ich muss für einige Leserunden noch was weglesen, und das flutscht gerade recht gut. Highlights: „Winterstürme“ von Elisabeth Büchle, das ist leider (oder gottseidank?) noch nicht ganz fertig. Und äh ja, das erste Buch von SUB-Abbau ist auch geschafft. Dazu später in der Woche mehr.

Gegessen: Endlich mal wieder gesünder, mehr Gemüse und weniger vom Ehemann so heißgeliebte Sahnesaucen. Es geht auch ohne! Gestern ein wunderbares Soja-Honig-Sesam Huhn mit ganz viel Gemüse, am Samstag selbstgemachte Pizza, unter der Woche Nudeln Carbonara und Hähnchen mit Ananas. So macht das Essen wieder Spaß. Und am Freitag Cevapcici beim Kroaten – man riecht gefühlte drei Tage später noch nach Zwiebeln!

Gefreut: Ganz doll über meine gut gelungene juristische Fallbearbeitung, sagen wir es mal so, es ist eine 1 vor dem Komma! Ja, nennt mich Streber! 🙂

Geschwommen: 1000 Meter. Ein-tau-send. YES.

Gejubelt: Meine alte Kröte von Auto ist durch den TÜV, und es war auch nix zu finden außer drei Birnchen, die ausgetauscht werden mussten. Für mich die beste Nachricht der Woche, ich liebe mein Autole!

Geschneit: hat es ziemlich, Mittwoch morgen war es ganz schön heftig, an die Uni zu kommen, ohne rückwärts den Berg wieder runterzurutschen. Gut, aber das ist ja nichts, was ich selbst gemacht habe. Schade eigentlich, ich würde gerne schneien können…

Geschlafen: Boah, ich hätte 12 Stunden pro Nacht schlafen können, weil ich irgendwie auch ein bisschen…

Gekränkelt: habe. Habe mich wohl nach dem Schwimmen ein bisserl verkühlt, auf alle Fälle dröhnte mir gestern der Kopf, und das ziemlich. Bäh, wieder nix mit lernen gewesen gestern.

Gesehen: „Alles, was wir geben mussten“ mit Keira Knightley und Carey Mulligan. Eigentlich eine gute Story, aber ich schwanke immer noch, ob ich den Film jetzt nun gut fand oder eher nicht. Schwierig.

Gelackt: Fingernägel in „Absolutely Stylish“, dunkelbraun mit kleinen türkisfarbenen Glitzerpigmenten. Schön, aber nicht sehr haltbar. Dazu fällt mir noch ein:

Gewundert: Nein, ich gucke den Dschungel NICHT! Aber man kommt ja nicht dran vorbei, und so wundere ich mich, wie die Frauen da drin so makellos rot lackierte Nägel haben. Hallo, die sind im Dschungel! Ich sitz hier auf dem Sofa und tu nix, und trotzdem beschließt mein Nagellack: hey, jetzt bröckel ich einfach mal ab, mir ist so langweilig! Wie machen die das? Oder haben die sich einfach die Nägel mit wasserfestem Edding angemalt? Dürfen die doch alle zwei Tage stylen? Ein Mysterium für mich…

Geplant: für alle hier, die gerne lesen, wird es diese Woche auf meinem Blog noch eine kleine Überraschung geben, ein Novum bei mir, also seid gespannt!

So, das war’s auch schon wieder. Diese Woche ist für mich die letzte Vorlesungswoche, dann geht es auf die Prüfungen zu. Sucht Euch doch diese Woche mal ein Kleidungsstück aus dem Schrank, das ihr nur selten tragt und kombiniert es so, wie ihr es noch nie kombiniert habt. Wer sagt denn, dass manche Farben nicht zueinander passen? Es gibt so viele Möglichkeiten, also traut Euch. Es ist grau genug draußen! Bis dann, gehabt Euch wohl und vergesst nicht, beauty is colourful! 🙂

Noch’n Projekt

Habe ich Euch neulich mein SUB-Abbauprojekt vorgestellt, so habe ich mir nun noch ein zweites Projekt für dieses Jahr ausgedacht: den Blubb-Abbau! Was das sein soll? Na ganz einfach, da ich über Weihnachten viel zu viel gefuttert habe und NICHTS gemacht, habe ich das Gefühl, dass ich um meine Leibesmitte ein bisserl teigig geworden bin. Zugenommen habe ich witzigerweise nicht, aber naja, ich bin so langsam auch in dem Alter, in dem das Gewebe langsam mitbekommt, dass es so etwas wie Schwerkraft gibt.

Und da bei mir wenig Aufwand schon zu einem guten Erfolg führt, habe ich beschlossen, jetzt zwei mal pro Woche wieder etwas Sportliches zu unternehmen. Es macht mir ja auch Spaß, ich habe es bloß seit dem Wintersemester sträflich vernachlässigt. Zudem fängt bei all dem Lernstress momentan meine „Stressschulter“ an zu zwicken, und das brauche ich nicht auch noch. Ich bin eigentlich stolz darauf, dass ich noch nie Rückenprobleme hatte, also will ich rechtzeitig gegensteuern.

Dabei sehe ich das Ganze aber locker, das Projekt soll ja auch Spaß machen. Heute war ich schon mal schwimmen, was wider Erwarten ganz gut lief. Und Freitag gehe ich tanzen, das ist ja auch Bewegung und verbrennt auch ordentlich Blubb! Und in zwei Monaten wabbelt da nix mehr! Jippie!