Kino mit Dörte

Mit meiner guten Bekannten Dörte gehe ich bereits seit mehreren Jahren mindestens einmal im Monat ins Kino. Da wir beide Kino abseits des Mainstreams bevorzugen, besuchen wir meist das Kommunale Kino unserer Heimatstadt, das wunderbare Filmperlen für uns bereit hält.

Gern war es nun wieder soweit, und diesen Film sowie meine Meinung dazu möchte ich Euch nicht vorenthalten.

PARADA (2011)

Serbien/Kroatien/Bosnien/Makedonien

Was für ein Chaos! Die erste Pride Parade in Belgrad soll stattfinden, allerdings kommt es bereits bei einer Pressekonferenz dazu zu einem gewaltsamen Übergriff der Rechten. Denn Homosexualität ist immer noch ein Tabu. Was also tun, damit die Parade stattfinden kann? Polizeischutz am besten, aber den gibt es nur, wenn man Security vorweisen kann. 

Der einzige, den sie finden, ist Micky Lemon, der einen privaten Sicherheitsdienst führt. Der will zwar mit den „Schwuchteln“ auch nichts zu tun haben, aber seine Verlobte Pearl droht, die Hochzeit platzen zu lassen, wenn er nicht hilft.

Und so kommt, es wie es kommen muss, Micky fährt mit dem schwulen Hochzeitsplaner Mirko in einem pinkfarbenen Mini quer durch den ganzen Balkan, um seine Freunde und Kampfgefährten für den Securityjob einzusammeln. Und dann kommt der Tag der Parade

Dieser Film ist wahrlich eine Perle! Politisch oft gewagt inkorrekt, dabei aber nie unter ein gewisses Niveau rutschend, bekommt jeder sein Fett weg, der nicht bei drei auf dem Baum ist. Egal, ob Homosexueller, Kroate, Kraftprotz oder Drogenkurier. Man freut sich diebisch, wenn wieder mal jemand beleidigt wird, da man keinem der Charaktere wirklich böse sein kann. Denn selbst die harten Kämpfer haben ein gutes Herz. 

Ganz nach Friede-Freude-Eierkuchen-Manier endet der Film allerdings nicht, aber das wäre auch zu hollywood-like gewesen und hätte wirklich nicht gepasst.

Mein Fazit:

Intelligente, sehr witzige Komödie, die trotz des Themas nicht unter die Gürtellinie rutscht und einen zum Schluss durch die unerwarteten Events mit Wucht in den Kinosessel drückt. Wirklich ein Erlebnis, und ich bin sehr froh, dass ich dem Film eine Chance gegeben hatte, auch wenn ich sehr skeptisch war. Und besonders schön fand ich auch das schwule Publikum, das ist immer eine besonders ausgelassene Stimmung im Kino. Die können immer derart über sich selbst lachen, dass es eine wahre Freude ist! Wieder mal ein sehr schöner Abend!

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